Google stellt sein erstes selbstfahrendes Auto vor

Nach jahrelangem Testen ist es soweit: Google verwendet nicht mehr fremde Fahrzeuge für die Entwicklung eines automatisierten Verkehrssystems, sondern hat jetzt einen eigenen Pkw entwickelt. Der Zweisitzer soll „so rasch wie möglich“ auf den Straßen fahren.

Island: Neue Verfassung via Crowdsourcing

Am 20. Oktober 2012 fand in Island ein Referendum über eine von den Bürgern ausgearbeitete neue Verfassung statt. Diese erhielt eine klare Zustimmung.

–> Der ganze Artikel auf „Mehr Demokratie“

 

Isländer stimmen für neue „crowd-sourcing“-Verfassung

Über 70 Prozent sind für die Vergesellschaftung der natürlichen Ressourcen

Nach ersten Hochrechnungen lag die Wahlbeteiligung deutlich höher als beim letzten Referendum. Rund 60 Prozent stimmten für die Ausarbeitung der Verfassung, die hinsichtlich der Bestimmungen zu Partizipation, Umweltschutz und Informationsfreiheit zu den modernsten der Welt gilt.

–> Artikel auf „Telepolis“

Credit Suisse: Schuldig!

Die Credit Suisse hat laut » New York Times etwas getan, was in vielen Jahren keine große Bank getan hat: sich in einem Strafrechtsverfahren schuldig erklärt. Das sei ein Zeichen, dass solche Institute mitnichten „too big to jail“ seien. Die Bank hat in einer „dekadenlangen Verschwörung“ Vermögen ihrer Kunden vor den US-Steuerbehörden versteckt und geholfen, unversteuerte Gelder zu transferieren, erklärt » Reuters die Vorwürfe, deren Richtigkeit die Bank nun zugegeben hat. In Folge akzeptierte sie nun die höchste Geldstrafe in der Schweizer Bankengeschichte und willigte ein, insgesamt 2,6 Milliarden Dollar auf den Tisch zu legen, so das » Handelsblatt. Die Führungsspitze der Bank unter Brady Dougan bleibt jedoch offenbar unangetastet – zum Missfallen der Kritiker, wie das » Manager Magazin beobachtet. „Dieser Fall zeigt, dass keine Bank, egal wie groß oder global sie ist, über dem Recht steht“, zitiert » Bloomberg den zuständigen US-Staatsanwalt Eric Holder. Für die Aufsichtsbehörden ist das Schuldeingeständnis der größte Erfolg im Kampf gegen Wirtschaftskriminalität seit einem Vergleich mit der UBS im Jahr 2009, bei dem die sich zur Zahlung von 780 Millionen Dollar bereit erklärte, meint das deutsche » Wall Street Journal. Entscheidend sei, dass das Schuldeingeständnis die Lizenz und damit das operative Geschäft der Credit Suisse in den USA nicht gefährdet, so das Fazit der » Neuen Zürcher Zeitung.

Ihr da oben, wir da unten

Ihr da oben, wir da unten

Wie ein dickes Wirtschaftsbuch die Welt erobert. Es ist einer der skurrilsten Bestseller in der Geschichte des Buchmarkts. Das Werk: knapp 700 Seiten Wirtschaftslehre. Der Autor: ein linker französischer Wirtschaftsprofessor. Nicht unbedingt das Material also, aus dem Kassenschlager gemacht sind – und schon gar nicht in den USA. Trotzdem: Capital in the Twenty-First Century, das monumentale Debüt des Pariser Ökonomen Thomas Piketty, war vergangene Woche das meistverkaufte Buch beim Onlinehändler Amazon. Piketty ist ein Überraschungserfolg gelungen, eine Art Fifty Shades of Grey der ökonomischen Literatur.

Der Kaiser lässt grüßen

In Deutschland sind die Einkommen so ungerecht verteilt wie zu Kaisers Zeiten vor 100 Jahren. Die Regierung kümmert das nicht, sie schützt die Spitzenverdiener.

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Eine Suppenküche in Berlin  |  © Reuters

Zum Zeit-Artikel

Sascha Lobo’s diesmal nur dezent selbstverliebte Abrechnung mit der Netzgemeinde auf der re:publica14

Irgendwie hat er schon Recht – denn ist es nicht seltsam, daß der NSA-Skandal, PRISM, die gefährdete Netzneutralität und derlei Umtriebigkeiten so wenig für pol. Aktivitäten unsererseits jenseits von FB Likes und Twitter Tweeds sorgen.

George Orwell hat sich wohl längst im Grab so oft umgedreht, daß seine nicht mehr vorhandene Haut mittlerweile total aufgescheuert ist und es seine Knochen total zerbröselt hat.

Hier ein Link zur Aufarbeitung der NSA-Affäre durch Heise: http://www.heise.de/extras/timeline/

Qualitätsjournalismus Fehlanzeige: Journalisten als Lobbyisten

Qualitätsjournalismus Fehlanzeige: Journalisten als Lobbyisten

Inwiefern schränken Journalisten ihre Freiheit in der Berichterstattung selbst ein? Im Falle des Assoziierungsabkommens zwischen der Europäischen Union und der Ukraine hat sich die Satire-Sendung „Die Anstalt“ mit der Frage beschäftigt – und Abgründe des unabhängigen Journalismus deutlich gemacht.

Salutogenese: Survival of the optimist?

Rund 30 Jahre ist es her, dass der amerikanisch-israelische Medizinsoziologe Aaron Antonovsky das Denkmodell der Salutogenese entwarf. Seither haben sich viele seiner Thesen als zutreffend erwiesen. Zumindest in einem Punkt aber irrte Antonovsky — zum Glück.

 

Warum bleiben manche Menschen trotz widrigster körperlicher und seelischer Umstände gesund, während andere schon ein leichter Gegenwind aus der Bahn wirft? Warum genesen manche schnell von einer Erkrankung, während andere lange Zeit darnieder liegen? Es waren Fragen wie diese, auf die der Neurologe und Psychiater Aaron Antonovsky während einer epidemiologischen Studie mit ehemaligen KZ-Insassinnen stieß. Die Antworten, die er schließlich fand, goss er in ein Denkmodell, das er Salutogenese nannte (Salus, lat. Heil; Genese, griech. Entstehung). Letztlich stellt es eine Alternative zur Pathogenese dar, also jenem Ansatz, der das Handeln in der heutigen Medizin bestimmt.

 

Zum Artikel auf DocCheck