Bhutan: Brutto-Sozial-Glück statt Brutto-Sozial-Produkt

Bhutan: Brutto-Sozial-Glück statt Brutto-Sozial-Produkt

Auf 2.000 Meter Höhe im Himalaya liegt das Königreich Bhutan, übersetzt; „Das Land des Donnerdrachens“ – dort hat der König entschieden, Schluss zu machen mit der „Diktatur des Bruttoinlandsprodukts“ und diese Ideologie gegen eine neue eingetauscht, der des „Bruttoinlandsglücks“. Alle Welt schaut neugierig auf Bhutan.

Die neue staatlich verordnete Ideologie vom Glück ruht auf vier Pfeilern: dem Umweltschutz, dem Erhalt und der Fortentwicklung der bhutanischen Kultur, der guten Regierungsform und schließlich der verantwortlich geführten nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung. Alles Werte und Anschauungen, die auch in den Industrieländern des Westens zu den sehr erstrebenswerten Zielen zählen. Bhutan, das kleine Land mit 742.000 Einwohnern, in dem 60 Prozent der Menschen in der Landwirtschaft arbeiten und 64 Prozent der Arbeitsbevölkerung keine Schulbildung haben, erscheint mit der neuen Ideologie vom Bruttoninlandsglück in diesen Tagen als ein neues großes Vorbild für die ganze Welt.

Bhutan will bis 2020 alle Höfe auf ökologische Landwirtschaft umgestellt haben; in den Schulen lehren sie die Kinder als „Botschafter des Wandels“ aufzutreten; Handel, Tourismus, Holzeinschlag und Bergbau werden neuen strengen Regeln gemäß der Schonung von Mensch und Natur unterworfen; das Gesundheitssystem ist kostenlos für alle. Die ARTE-Reporter stellen das Land und seine neue Ideologie vom wahren Glück vor.

(2): Auge um Auge: Die Flüchtlinge von Calais

Ein Kameramann beobachtet einen Fotografen bei seiner Arbeit: Das ist alles – auf den ersten Blick. Aber einen Fotografen dabei zu beobachten, wie er sich den Menschen bei einem Ereignis in Politik oder Zeitgeschichte nähert, um sie abzubilden, das eröffnet einen ganz neuen Blick auf das Geschehen hinter den Schlagzeilen. Die Reportage folgt immer einem Fotoreporter auf der Suche nach seiner Story. Er erzählt, wie er die Dinge sieht, wie er sie verdichtet auf das eine Foto, diesen einen entscheidenden Augenblick.

Calais an der Küste Frankreichs ist seit Monaten auch für viele Flüchtlinge aus dem Bürgerkrieg in Syrien die letzte Station vor der illegalen Überfahrt nach Großbritannien. Jahrelang schon campieren dort immer wieder die Verzweifelten aus aller Herren Länder, und immer wieder versuchten die französischen Behörden, die Zeltdörfer von Calais zu räumen. Der Fotograf Lionel Charrier lebte ein paar Tage mit ihnen in ihrem Zeltlager, bis die Polizei anrückte …

Lionel Charrier ist Absolvent der l’Ecole Nationale Louis Lumière in Paris, während des Studiums fotografierte er seine erste Serie von Porträts junger Leute in Sarajevo, fünf Jahre nach dem Krieg in Bosnien. Nach einer ersten Anstellung als Bildredakteur bei der berühmten französischen Fotografen-Agentur Magnum entschloss er sich, als freier Fotograf zu arbeiten. Inzwischen fotografiert er für viele europäische Tageszeitungen und Magazine: El Pais, Neue Zürcher Zeitung, L’Hebdo de Lausanne, De Standaart Magazine, Le Monde, L’Express, La Vie, Elle et vor allem seit 2001 regelmäßig für die französische Zeitung Libération.

 

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