Digital Detox und der Weg aus dem Schlamassel

Ein Digital Detox tut dieser Tage wirklich gut. Insbesondere für uns Maßnahmen-Kritiker, die unermüdlich Suchen, Posten, Kommentieren und irgendwie versuchen mit dem ganzen Wahnsinn klar zu kommen. Aber es ist garnicht so einfach die Finger von FB & Co zu lassen.

Und es ist noch viel schwerer einen guten Ausgleich zwischen Widerstand & Selbstschutz zu finden. Beides ist wichtig – wir müssen uns selbst mental und körperlich gesund halten, wozu auch ein gewisses Maß an Akzeptanz der aktuellen Situation gehört. Und gleichzeitig gilt es Wege da raus zu finden. Ich habe für mich festgestellt, dass ich es fruchtbarer finde an Möglichkeiten für die Gestaltung einer besseren Zukunft zu arbeiten als meine Energie ausschließlich gegen das, was aktuell passiert, zu richten. D.h. nicht all das einfach so hinzunehmen.

Die Frage ist wie Widerstand strategisch klug passieren kann. Ich habe bislang leider nicht das Gefühl mit dem, was ich seit mehr als einem Jahr unternommen habe, ob Artikel schreiben, Videos machen, Posten was das Zeug hält und Postkarten, Flyer, Plakate, Luftballons gestalten und verteilen, in #dieBasis eintreten usw. sonderlich erfolgreich war. Vielleicht stimmt die Wahrnehmung aber auch nicht. Vielen Kritikern geht es aber bestimmt so, dass sie nicht wirklich wissen wie sie ihre Energie einbringen können – ob im Widerstand gegen das Bestehende oder im Streben nach etwas Neuem. Mir geht das auch oft so.

Ich denke die größte Herausforderung dieser Tage besteht darin Zukunftsbilder zu entwickeln und diese mit möglichst vielen Menschen zusammen, und das weltweit, auf den Weg zu bringen und so etwas Positives zu schaffen, auf das es sich hinarbeiten läßt. Ich denke viel darüber nach und wenn der Zeitpunkt gekommen ist, dann geht’s los.