Ein neues Weltbild

Via Corona Transition Newsletter | Von Lars Ebert

Wir sind mitten in einem Wandel des vorherrschenden Weltbildes. Solch ein Wandel dauert viele Jahre. Er bedeutet Irritation, Verunsicherung, oft auch Kampf – und Rückbesinnung auf unsere Werte. Beim Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit sah die Menschheit ein, dass sich die Erde um die Sonne dreht. Und die Kirche verlor ihre Macht.

Deshalb hat sie sich brutal gewehrt und diese wissenschaftliche Tatsache erst 1757 zugegeben. Damals hiessen die Verschwörungstheoretiker Ketzer. Auch damals wurde den Menschen Angst gemacht, mit Teufel und Fegefeuer. All dies geschah natürlich «zu unserem Besten».

Nun geht es um die Ablösung des Weltbildes, das uns Menschen unendlich mächtig und «erfolgreich» hat werden lassen – aber auch an den Rand des Abgrundes geführt hat: Materialismus, Profit, Trennung, Messbarkeit, Egoismus, Rücksichtslosigkeit, Unterordnung, Manipulation.

Es gibt viele Anzeichen, dass dieses Weltbild nun endlich abgelöst wird durch ein neues, das schon seit vielen Jahren in unseren Herzen schlummert: Liebe, Vielfalt, Körpergefühl, Solidarität, Ganzheitlichkeit, Gleichberechtigung, Freiheit, Ehrlichkeit, Lebensqualität, Zuhören.

Diese Anzeichen kommen allerdings nicht in den Nachrichten. Wie im Mittelalter kämpfen heute die Mächtigen um den Erhalt des alten Weltbildes. Dabei bedienen sie sich der Strategie der Spaltung. Stichwort Empörungsmanagement: Solange wir uns untereinander bekämpfen, merken wir nicht, dass wir die absolute Mehrheit sind und wofür wir uns eigentlich einsetzen wollen.

Alle Menschen auf der ganzen Welt haben die gleichen grundlegenden Bedürfnisse. Wir wollen Sicherheit, ein Dach über dem Kopf, Frieden, Nahrung, Wärme, eine intakte Natur, Gesundheit, Familie, Freunde, eine Zukunft für unsere Kinder, Freiheit, einen Sinn im Leben. Diese Bedürfnisse gefährden diesen Planeten nicht. «Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier», das wusste bereits Mahatma Gandhi.

Lassen wir uns nicht spalten! Ob Inländer oder Ausländer, Mann oder Frau, Jung oder Alt, rechts oder links, gebildet oder ungebildet, weiss oder schwarz, reich oder arm, geimpft oder ungeimpft. Wir gehören alle zur Menschheitsfamilie! Und seien wir gnädig mit Menschen, die sich noch an das alte Weltbild klammern. Zeigen wir ihnen mit Begeisterung das neue!

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