Salutogenese: Survival of the optimist?

Rund 30 Jahre ist es her, dass der amerikanisch-israelische Medizinsoziologe Aaron Antonovsky das Denkmodell der Salutogenese entwarf. Seither haben sich viele seiner Thesen als zutreffend erwiesen. Zumindest in einem Punkt aber irrte Antonovsky — zum Glück.

 

Warum bleiben manche Menschen trotz widrigster körperlicher und seelischer Umstände gesund, während andere schon ein leichter Gegenwind aus der Bahn wirft? Warum genesen manche schnell von einer Erkrankung, während andere lange Zeit darnieder liegen? Es waren Fragen wie diese, auf die der Neurologe und Psychiater Aaron Antonovsky während einer epidemiologischen Studie mit ehemaligen KZ-Insassinnen stieß. Die Antworten, die er schließlich fand, goss er in ein Denkmodell, das er Salutogenese nannte (Salus, lat. Heil; Genese, griech. Entstehung). Letztlich stellt es eine Alternative zur Pathogenese dar, also jenem Ansatz, der das Handeln in der heutigen Medizin bestimmt.

 

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