Menschliche Freiheiten (nach Virginia Satir)

Die Freiheit zu sehen und zu hören, was im Moment wirklich da ist,

  • – anstatt das, was sein sollte, gewesen ist oder erst sein wird.

Die Freiheit, das auszusprechen, was ich wirklich fühle und denke,

  • – und nicht das, was von mir erwartet wird.

Die Freiheit, zu meinen Gefühlen zu stehen,

  • – und nicht etwas anderes vorzutäuschen.

Die Freiheit, um das zu bitten, was ich brauche,

  • – anstatt immer erst auf Erlaubnis zu warten.

Die Freiheit, in eigener Verantwortung Risiken einzugehen,

  • – anstatt immer nur auf „Nummer sicher zu gehen“ und nichts Neues zu wagen.
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Virginia Satir – Meine vielen Gesichter

Selbst wenn wir uns noch so gleichen, unterscheiden wir uns voneinander, so wie wir uns dort, wo alles anders zu sein scheint, letztlich gleichen. Wenn du nun, wie viele Menschen, glaubst, dass Vertrauen und Sicherheit durch Ähnlichkeit entstehen, fehlende Übereinstimmung dagegen Probleme schafft, nutzt du nur die Hälfte deines dir mitgegebenen Potentials. Niemand hat gerne Probleme, und wenn du meinst, dass sie durch fehlende Übereinstimmung entstehen, wirst du dich anstrengen, alle Unterschiede zu verbergen. Sicherlich kann Übereinstimmung angenehm sein, aber sie wird zunehmend langweilig, wenn du alles darauf ausrichtest. Andersartigkeit kann zwar zu Schwierigkeiten führen, sie kann das Leben aber auch reizvoll und interessant machen.

Virginia Satir – Meine vielen Gesichter

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Virginia Satir – Meine vielen Gesichter#2

Menschen, mich eingeschlossen, faszinieren mich. Sie sind meine Quelle für seelische Nahrung, Freude, Wachstum, Auseinandersetzung und Schmerz. Jeder von uns hat Teil am ganzen Spektrum der Emotionen, die ich gerne als unsere Energieströme bezeichne: Gefühle wie Ärger, Freude, Angst, Neugierde, Liebe, Begeisterung, Hilflosigkeit und Stärke. Die Auslöser für diese Gefühle mögen bei Menschen verschieden sein, die Fähigkeit zu fühlen jedoch besitzen wir alle. So wie ich hast auch du deine ganz besondere Ausstattung, Größe, Farbe, Gesichtszüge, Geschlecht, Alter, Bildung, Erfahrungen, Gedanken, Gefühle und Verhalten. Und doch ist jeder von uns im Vergleich zu einem anderen eine Mischung aus Gleichheit und Verschiedenheit.

Virginia Satir – Meine vielen Gesichter